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Krieg in der ukraine und brasilianische politikakteure, propaganda und online-informationsfluss

Ruediger, Marco Aurélio; Grassi, Amaro; Roberto, Lucas; Almeida, Sabrina Karlla Oliveira de; Cordeiro, Maria Sirleidy; Dienstbach, Dalby; Reis, Igor; Tomaz, Renata; Gomes, Luis; Almada, Daniel

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Resumo

Die öffentliche Debatte in Brasilien über den Krieg in der Ukraine erreichte seinen Höhepunkt in der ersten Hälfte des Jahres 2022, noch bevor der Konflikt begann. Das Erreichen des Spitzenwerts bei den Interaktionen steht im Zusammenhang mit der Reise des Präsidenten Jair Bolsonaro nach Russland und den vermeintlich positiven Folgen des Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für Brasilien. Die regierungsnahe Gruppe ist verantwortlich für das größte Engagement. Sie lobt die Annäherung des Präsidenten Jair Bolsonaro an den russischen Präsidenten als strategische Maßnahme zum Schutz der diplomatischen Interaktion und der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Dabei sind die angebliche Gefährdung der Düngemittelversorgung sowie der Souveränität Brasiliens die meistkommentierten Themen. Bezüglich der Anzahl der Profilseiten bilden die Kritiker der beiden Regierungen die Mehrheit. Sie zeigen eine breite thematische und ideologische Zersplitterung auf, wobei rechtsorientierte Akteure, die sich hauptsächlich um den ehemaligen Minister Sergio Moro scharen, überwiegen. Der Präsident Jair Bolsonaro und der ehemalige Minister Sergio Moro sind zentrale Akteure im Streit der Narrative, die die brasilianische Debatte über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ausmachen. Während Bolsonaro eine zweideutige Ansicht vertritt, verurteilt der ehemalige Minister die angebliche Übereinstimmung zwischen Bolsonaro und dem ehemaligen Präsidenten Lula bei der Unterstützung Russlands in dem Konflikt. Die brasilianische institutionelle Linke spielt bei der Debatte eine unbedeutende Rolle; die Abwesenheit der Vertreter dieses politischen Spektrums wird von Kritikern als Distanzierung von den westlichen Demokratien gewertet. Die Haltung und die Kriegshandlungen Russlands werden mit den Handlungen der Vereinigten Staaten und des US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden verglichen, sowohl von regierungsnahen als auch von progressiven Profilseiten. In diesem Sinne wird auch die Rolle der NATO, des Westens und der extremen Rechten bei der Eskalation des Konflikts thematisiert. Profilseiten, die sich der Unterhaltung und Memes widmen, ironisieren die Annäherung Bolsonaros an den russischen Präsidenten und weisen auf die Widersprüche und die schlechte Verwaltung seitens der brasilianischen Regierung hin.

Ficha do documento

Tipo
Outro
Ano
2022
Instituição
Fundação Getulio Vargas
Idioma
Outros
Acesso
Não informado
Identificador
oai:repositorio.fgv.br:10438/33973

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